Kapitalanlegerschutzrecht und Darlehensrecht

Durch geeignete Kapitalanlagen sollten in der Vergangenheit u.a. die als zu hoch empfundene Steuer- und Abgabenlast verringert werden. Die zusätzliche private Altersvorsorge und die Mehrung des eingesetzten Kapitals in der Niedrig-bzw. Nullzinsphase sind weitere häufig verfolgte Anlageziele. Hier muss der Kunde anleger- und objektgerecht beraten werden. Dazu hat sich eine umfangreiche Rechtsprechung gebildet.

Insbesondere für die Überprüfung der Anlageberatung, bei vermuteten übermäßigen Provisionszahlungen, bzgl. Prospekthaftung,  bei der Abwehr unberechtigter Kündigungen, der Prüfung der Widerruflichkeit von Darlehen und Lebensversicherungen oder auch bei betrügerischen Kapitalanlagemodellen können Sie auf die Erfahrung und die Unterstützung durch den auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt Staudenmayer bauen.

Im Kapitalanlagerecht, Bankrecht und Versicherungsrecht vertreten wir außergerichtlich und gerichtlich deutschlandweit ausschließlich die Verbraucherseite, z.B. bzgl.

•    Schadensersatz bei Schrottimmobilien

•    Beendigung von stillen Beteiligungen
•    Ausstieg aus geschlossenen Fonds (Immobilienfonds, Schiffsfonds, Flugzeugfonds und Windkraftfonds)
•    Prospekthaftungsansprüchen
•    Schadensersatz bei fehlerhafter Wertpapierberatung
•    Geltendmachung von Zertifikateschäden (Inhaberschuldverschreibungen)
•    der vorzeitigen Auflösung von nachteiligen Verbundgeschäften von Geldanlage und Versicherung (Lebensversicherung, Ratenschutz-/  Restschuldversicherung) und/oder deren Finanzierung
•    Prüfung des vorzeitigen Ausstiegs aus Darlehensverträgen bei undeutlichen Widerrufsbelehrungen (Widerrufsjoker) in Darlehensverträgen zur Autofinanzierung oder Immobilienfinanzierung
•    Zins- und Kontoneuberechnungen v.a. variabler Darlehen bei unberechtigt belasteten Bearbeitungsgebühren, fehlerhaft berechneten Zinsen und Limitänderungen sowie weiteren Positionen unter Berücksichtigung des Nutzungsersatzes
•    Abwehr unberechtigt hoher Vorfälligkeitsentschädigungen
•    Schufa-Problemen
•    Online-Banking
•    Dieselskandal, Motoren-/Abgasmanipulation, Fahrverbot/Nachrüstzwang
•    Widerruf und Widerspruch bei Lebensversicherungen
•    Aktienrecht (Marktmanipulation)
•    Pflichtverletzungen einer Vermögensverwaltung

Hierzu arbeitet Rechtsanwalt Staudenmayer bei Bedarf mit Gutachtern zusammen, die Kapitalanlagen sowie Lebensversicherungs- und Darlehensverläufe analysieren.

Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen kann ein Prozessfinanzierer eingebunden werden. Bitte sprechen Sie uns darauf an, wenn die zu erwartenden Rechtsverfolgungskosten hoch sind.

Es werden auch regelmäßig Geschäftsführer und Firmeninhaber bei Problemen mit Ihren privaten Finanzanlagen und Finanzierungen vertreten.

Grüne Geldanlagen – Nachhaltigkeit muss in Anlageberatung berücksichtigt werden (ESG)

Für viele Anleger ist Rendite nicht mehr das einzige Kriterium für die gewünschte Geldanlage. Sie möchten ihr Geld auch nachhaltig anlegen – ökologisch und sozial. Nun sollen neue EU-Regeln unter dem Stichwort ESG für einen Schub bei den sog. „grünen Geldanlagen“ sorgen. Hinter den drei ESG-Kriterien verbergen sich "E" für Environmental (Umwelt), "S" für Social (Soziales) und "G" für Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung).

Folgen für Anlageberatung

P&R Container – Verjährung der Schadenersatzansprüche durch Gütestellenantrag hemmen

PMit Investments in P&R-Container hofften die rund 54.000 Anleger auf eine sichere ertragbringende  Kapitalanlage. Stattdessen wurden sie von den Insolvenzen der P&R-Gesellschaften im Jahr 2018 überrascht und stehen vor einem finanziellen Scherbenhaufen. Neben dem Insolvenzverfahren haben sie auch gute Chancen, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. „Dazu müssen sie jetzt allerdings auch handeln.

Beteiligung als Mitunternehmer an einem Schiffsfonds: Für Entschädigung wegen fehlerhafter Anlageberatung wird keine Kapitalertragssteuer fällig

Die Liste fehlgeschlagener Kapitalanlagen ist lang. Mit Beteiligungen an Schiffsfonds, Immobilienfonds, Flugzeugfonds und ähnlichen Geldanlagen haben Anleger in der Vergangenheit viel Geld verloren. Ausschlaggegend für die Beteiligung an einer Geldanlage ist das Anlageberatungsgespräch, in dem dem Interessenten auf dem Hintergrund seiner Vorkenntnisse und mit dessen Anlagezielen vor Augen die angepriesene Vermögensanlage genau erklärt werden muss.

Venture Plus Fonds – Schadensersatzansprüche der Anleger

Venture-Capital bedeutet so viel wie Wagniskapital oder Risikokapital. Den meisten Anlegern der Venture Plus Fonds (V+ Fonds) dürfte zwischenzeitlich klar geworden sein, dass sie mit ihrer Beteiligung ein enormes Risiko eingegangen sind.

Die Venture Plus Fonds haben in Unternehmensbeteiligungen investiert. Die Anleger konnten zwischen einer Einmalzahlung und einem Ratenmodell wählen. Die Hoffnungen der Anleger auf eine rentable und sichere Geldanlage erfüllten sich nicht.

Schiffsfonds MS Conti Achat und MS Conti Almandin insolvent

Für zwei weitere Conti-Schiffsfonds musste Anfang Juli Insolvenz angemeldet werden. Betroffen sind die Schiffsfonds MS Conti Achat und MS Conti Almandin. Das Amtsgericht Neubrandenburg eröffnete am 3. Juli 2018 die vorläufigen Insolvenzverfahren über die Conti 172. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS Conti Achat und Conti 174. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS Conti Almandin (Az.: 701 IN 425/18 und 701 IN 427/18).

P&R Container – Schadensersatzansprüche der Anleger

Mit der Pleite der P&R-Gruppe fand eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte ihr jähes Ende. Die Insolvenz der P&R-Gesellschaften hinterlässt vor allem beunruhigte Anleger und nach derzeitigem Stand auch noch viele Fragezeichen. Fest steht aber, dass das Geld von rund 54.000 Investoren in Gefahr ist. Insgesamt geht es um ca. 3,5 Milliarden Euro. Damit dürfte die P&R-Pleite zu einem der größten Anlageskandale in der Geschichte der Bundesrepublik werden.

Schadensersatz aus Prospekthaftung bei geschlossenen Fonds und Anleihen

Beteiligungen an geschlossenen Fonds, Unternehmensanleihen, stillen Beteiligungen o.ä. Kapitalanlagen enden für die Anleger oft nicht wunschgemäß. Die prospektierten Erwartungen hinsichtlich regelmäßiger Ausschüttungen werden nicht erfüllt und es treten Verluste bis hin zum Totalverlust ein. In vielen Fällen können die Anleger aber auch Schadensersatzansprüche geltend machen.

Kreditbearbeitungsgebühren zurückholen – Viele Ansprüche verjähren zum Jahresende

Für Kreditverträge, die bis ins Jahr 2004 zurückreichen, können unzulässig erhobene Bearbeitungsgebühren zurückgefordert werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 28. Oktober 2014 entschieden (XI ZR 348/13). Die Zeit wird aber dennoch knapp: Denn zum Jahresende droht die Verjährung der Ansprüche.

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